Wir über uns

Dieses Schulprofil erarbeiteten der Elternbeirat, die Schülermitverantwortung und das Kollegium des Pirckheimer-Gymnasiums gemeinsam und mit dem Ziel, das schulische Leben nach diesen Prinzipien zu gestalten.

Das Pirckheimer-Gymnasium vermittelt wie alle bayerischen Gymnasien gymnasiale Bildung auf der Basis der geltenden Lehrpläne. Die Besonderheiten unserer Schule sind in der Baumgrafik angedeutet und sollen in einzelnen Punkten erläutert werden:

Die Besonderheiten unserer Schule sind in der Baumgrafik angedeutet

Raum für Kreativität

Welche Rolle Kreativität bei uns spielt, wird bereits an der Straßenbahnhaltestelle vor der Schule deutlich, die nach Schülerentwürfen gestaltet wurde. Auch im Gebäude sind überall Schüler-Kunstwerke präsent und prägen die Atmosphäre des Schulhauses genauso wie die von Schülerinnen im Wahlkurs Raumgestaltung ausgemalten Klassenzimmer und Gänge. Chor und Orchester, Theatergruppen und Wahlkurse in Kunst sind feste Angebote, um Kreativität zu fördern.

Umweltbildung

erfolgt nicht nur theoretisch. Seit vielen Jahren speisen wir durch unsere – mit Aktien von Lehrkräften und Eltern – selbst finanzierte Photovoltaikanlage auf dem Turnhallendach Solarstrom ins Netz. Regelmäßige Kontakte zum Umweltpädagogischen Zentrum und zu N-Ergie sowie Zusammenarbeit mit KEM (Kommunales Energiemanagement der Stadt Nürnberg) und KeiM (Keep Energy in Mind) helfen neben entsprechendem Fachunterricht in den Natur- und Geisteswissenschaften das Bewusstsein zu stärken, dass unsere Umwelt ein kostbares und schützenswertes Gut ist.

Schüleraustausch

Die Kontakte zu unseren Partnerschulen in Liphook / England und Mayenne / Frankreich haben an unserer Schule eine lange Tradition. Seit einigen Jahren gibt es auch einen Austausch mit Wuhan / China in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Löhe Schule und dem Martin-Behaim-Gymnasium. Außerdem freuen wir uns seit dem Schuljahr 2014/2015 über unsere neue Partnerschule in Córdoba / Spanien. Unsere Schüler/innen halten sich bei diesen Austauschmaßnahmen ein bis zwei Wochen im Gastland auf, besuchen jeweils den Unterricht und unternehmen zahlreiche kulturelle Exkursionen. Darüber hinaus vermitteln wir auch längerfristige Auslandsaufenthalte z.B. mit Kanada, Neuseeland, Australien, Argentinien und den USA.

Die Rolle moderner Fremdsprachen

Mehrere Sprachen zu beherrschen ist in der globalisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht nur ein unschätzbarer Vorteil, sondern öffnet auch Herz und Verstand für andere Denk- und Lebensweisen. Unsere Schüler/innen können neben den üblichen Kombinationen mit Latein drei moderne Fremdsprachen in der Reihenfolge Englisch (5. Klasse) – Französisch (6. Klasse) – Spanisch (8. Klasse) lernen.

Bilingualer Unterricht

Begabte Schüler/innen können sich für „bilingualen“ Unterricht in Geographie und Geschichte entscheiden, d.h. für Unterricht, der in diesen beiden Fächern sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch erteilt wird. Da Englisch nicht Gegenstand des Unterrichts ist, sondern als Vehikel dient, sprechen die Schüler/innen unbefangener und erweitern somit ihre Sprachkompetenz.

Peergroup-Ansatz

Unsere Schüler/innen übernehmen Vermittlungs- und Betreuungsaufgaben für jüngere oder gleichaltrige Mitschüler: als Tutoren für alle 5. Klässler/innen, als Schulsanitäter, als Hausaufgabenbetreuer für die Unterstufe, als Mitglieder des AK-Feedback, in dem faire Konfliktlösung und angemessenes Formulieren von Lob oder Kritik gelernt werden, und als sog. Schoolworker, die zum Thema Suchtprävention geschult werden und entsprechende Projekte begleiten. Ziel ist bei diesem Ansatz Sozialkompetenz, Selbstwert- und Verantwortungsgefühl der Schüler/innen zu stärken und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Gleichaltrige oft mehr Einfluss haben als Erwachsene.

Individuelle Förderung

Auf der Grundlage eines ausgewogenen Verhältnisses von Fordern und Fördern ist unser Ziel die Förderung ALLER. Wir bemühen uns um eine emotionale Beziehung zu unseren Schülern und um eine innere Differenzierung. Letzteres heißt, dass entsprechend der individuellen Lernbedürfnisse und Interessen Pluskurse für Begabte und Förderkurse bei Leistungsdefiziten eingerichtet werden. Auch bei der Organisation der Intensivierungsstunden orientieren wir uns, so weit es geht, an den individuellen Fähigkeiten.

Methodenkonzept

Die verschiedenen Lehrerpersönlichkeiten führen zu ganz unterschiedlichen Unterrichtsstilen, die alle auf ihre Weise zur Wissens- und Wertevermittlung beitragen können. Da zunehmend eigenverantwortliches Arbeiten erreicht werden soll, erhalten alle Schüler/innen ab der 5. Klasse im Projekt „Lernen lernen“ Lerntipps und Hilfen für Prüfungsvorbereitungen und -situationen. Bis zur Oberstufe soll schrittweise eine Methodenkompetenz erworben werden (z.B. durch Referate und Projektarbeit), die in allen Fächern von Nutzen ist.

Kontakte zur Berufswelt

Wir wollen Bildung vermitteln, die nicht nach dem unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen bewertet wird, unseren Schülerinnen und Schülern aber auch Hilfen geben, damit sie nicht weltfremd und unvorbereitet in die Berufswelt stolpern. Aus diesem Grund führen wir in der Mittelstufe ein eintägiges Bewerbungstraining und ein einwöchiges Berufspraktikum durch, vermitteln wir Praktika in den Ferien beim Fraunhofer Institut und in der Universität Erlangen/Nürnberg und pflegen Partnerschaften u. a. zu Lucent Technologies und N-Ergie.

Erklärung zu den „Wurzeln des Baumes“

Schüler/innen, Lehrkräfte und Eltern gestalten in gemeinsamer Verantwortung das schulische Leben am Pirckheimer-Gymnasium und orientieren sich dabei an folgenden Werten:

1. Sicherheit

Der respektvolle Umgang miteinander in einer Atmosphäre, in der Lehrer/innen und Schüler/innen mit ihren Stärken und Schwächen akzeptiert werden und gegenseitige Anerkennung und Unterstützung erfahren, schafft Sicherheit. Diese gilt uns als Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Selbstvertrauen sowie von intellektueller und sozialer Kompetenz.

2. Offenheit

Die Bereitschaft jedes Einzelnen und der Schulgemeinschaft, neue Herausforderungen mit einer positiven Grundeinstellung anzunehmen, ist für uns Zeichen einer lebendigen Schule.

3. Toleranz gegenüber der kulturellen Vielfalt

Ganz gleich, welcher Religion, Nation oder Ethnie jemand angehört, alle werden als gleichberechtigte Mitglieder der Schulgemeinschaft betrachtet, mit gleichen Rechten und Pflichten im schulischen Leben.

4. Partnerschaftliches Miteinander

Auf der Basis der Toleranz und des Respekts füreinander arbeiten Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft angstfrei und partnerschaftlich miteinander und sehen das schulische Leben als Aufgabe, die nur gemeinsam - und nicht gegeneinander - zum Wohl der Schüler/innen gemeistert werden kann.

5. Achtung vor dem Wert der Bildung/vor dem Wissen

Der Erwerb von Wissen und von Bildung ist Grundvoraussetzung persönlicher Entwicklung und Basis einer verantwortungsbewussten Gestaltung der Welt. Daraus folgt die Wertschätzung derer, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einbringen, Schüler/innen wie Lehrer/innen.

Dieses Schulprofil erarbeiteten der Elternbeirat, die Schülermitverantwortung und das Kollegium des Pirckheimer-Gymnasiums gemeinsam und mit dem Ziel, das schulische Leben nach diesen Prinzipien zu gestalten.