Ein (knapper) Grundwissenskatalog findet sich bereits im Lehrplan (kursiv). Er lässt sich folgendermaßen ergänzen bzw, präzisieren:
- rhetorische Kenntnisse in der Praxis anwenden: Ergebnisse präsentieren, frei vortragen
Standpunkte vertreten unter Einbeziehung anderer Positionen; Diskussionen führen und leiten; mündliche Darstellungsformen mit angemessenem Hörerbezug (Sachinformation, Argumentation) - literarische Texte erschließen, Sachtexte analysieren, auch im Vergleich; Erörterungen schreiben
Untersuchung nach Inhalt, Aufbau, Form und Sprache; Fähigkeit, auch komplexe Aufgabenstellungen zu erschließen und Texte zu exzerpieren; präzise Zusammenfassung von Texten, auch im Vergleich mehrerer Texte; Fähigkeit, Thematiken des weiteren Erfahrungsbereichs bzw. von allgemeiner Relevanz zu erörtern (auch textbezogen oder im Vergleich mehrerer Texte) - ein Argumentationsgefüge ausgestalten; Modi differenziert gebrauchen; Zitiertechnik beherrschen; stilistische Mittel analysieren und bewusst einsetzen
Argumentationsaufbau steigernd und antithetisch gliedern; direkte und indirekte Zitate verwenden, sprachlich richtiger Einbau in den eigenen Text, Fähigkeit, grammatikalisch und orthographisch korrekte Texte mit stilistisch angemessenem Niveau zu erstellen - ausgewählte Literatur des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie der Gegenwart kennen; leitende Ideen und epochentypische Gestaltungsmittel kennen; Figurenkonzeptionen, direkte und indirekte Charakterisierung, Dialogführung erfassen und für die Erschließung nutzen
weltanschauliche Veränderungen durch die Aufklärung und Funktion der Literatur; Adaption des aristotelischen Dramas und Wandel zum bürgerlichen Trauerspiel, Katharsis, Ständeklausel; literarische Revolution im Sturm und Drang, Geniebegriff, Durchbrechung normativer Poetik; geeignete Dramen: Lessing, Emilia Galotti; Nathan der Weise (Aufklärung); Schiller, Die Räuber; Kabale und Liebe; Goethe, Prometheus (Sturm und Drang); Vertrautheit mit typischen Erschließungskategorien wie: Dialogführung, Personengestaltung bzw. Charakterisierung, räumliche und zeitliche Strukturen, Erzähltechnik mit auktorialen oder personalen Erzählerpositionen; biographische und epochale Bezüge - perspektivische Vermittlung von Wirklichkeit in den Medien und Mittel ihrer Umsetzung erkennen
Umsetzung literarischer Werke im Film, Verhältnis von Bild, Ton und Wort; allgemeine, kritische Reflexion bildgestützter Medien; Inszenierung von Realitäten und Scheinrealitäten