| ABI und was nun? Auf nach TOGO! |
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So, liebe PGN’ler, das war’s also. Für euch beginnen die Sommerferien. Ihr wisst womöglich schon, wohin ihr in den Urlaub fahrt oder mit wem ihr hier in Nürnberg eure Parties veranstalten werdet. Unsere letzten Sommerferien waren letztes Jahr. Wir sind David und Philipp, wir sind K13, wir sind wie ihr, wir sind Abiturienten und doch keine Schüler mehr.
Trotzdem gehören wir zu euch und ihr gehört zu uns. Wir waren schließlich wie ihr auf der gleichen Anstalt, haben uns die gleichen Ausreden ausgedacht und ähnlich wie wir werdet ihr auch bald dasitzen und euch überlegen: öööh, in ein paar Monaten ist ja schon Abi... und ääääh, wie mach ma’s dann?
Ich erzähl’ euch eine Geschichte. Die Geschichte von der Kleckserei auf der Turnhalle : „PGN goes Africa“. Sie ist eine Pirckheimer-Erzählung, eine die wirklich stattgefunden hat, eine, die im Moment passiert und die eine ziemlich krasse Zukunft hat. Wo fang ich an? Irgendwann in der 9. oder 10. Klasse. Da saß ich neben David. Irgendwie, aus irgendwelchen abgefahren Theorien heraus, hatten wir die Idee, später mal ein Jahr in Afrika zu verbringen. Dieses „später mal“ beginnt j e t z t. Hier geht’s nicht um die Gründe, die damals zu diesem Traum führten und auch nicht um die Ideale, die uns dazu bewegen, am 2. September in ein Flugzeug zu steigen, um alles zu verlassen, was wir kennen. Cut. Wir befinden uns irgendwann im Semester 12/1 auf der Suche nach einer Zivildienststelle im Ausland. Laaaange, lääängste Recherche: Wo wollen wir unser übernächstes Jahr verbringen und was soll uns beschäftigen? Wir fanden ein Projekt, das wie die Faust aufs Auge passte. Hier die ersten Stichwörter, auf die wir stießen: Assistant Teacher, Französisch, Mathe, Togo, SCI, „Boa! Fett!“. Nach einer dreiseitigen Bewerbung mit allem was dazugehört – Frau Petersen hat sie nach Rechtschreibfehlern durchforstet und mir am Telefon ein paar Regeln erklärt: Danke!!!!!!! - wurden David und ich zum sog. „Info- und Auswahlseminar“ eingeladen.Info und Auswahlseminar? Das bedeutet, dass die Leute vom SCI Dich eben nicht nur über sich und ihre Projekte informieren. Sie haben auch noch ein Auge auf Dich und sollen feststellen, ob Du zur Organisation passt oder nicht. Auswahl heißt, sie entscheiden, ob sie Dich nach Afrika schicken. Auswahl heißt, sie „nehmen“ nicht alle. Man kann sich das so vorstellen: An die 30 junge Menschen und ein Fachwerkhaus, in dem überall irgendwer irgendetwas Sinnvolles tut: Diskutieren, Länderdossiers lesen, von Projekten erzählen, Länderberichte vortragen, Interviews geben (eine Art Vorstellungsgespräch ggü. den Leitern), kochen, zuhören, da sein. Sonntag Nacht kam ich vom Seminar heim und am Montag Morgen schrieb ich Matheklausur, für die ich dementsprechend nix gelernt hatte. 7:3 – Sieben Punkte im Abifach für drei unvergessliche Tage – guter Tausch. Noch in der darauffolgenden Woche bekamen wir dann beide einen Anruf von Lisa Monhoff, einer der Hauptbeamtinnen des SCIs, die uns fröhlich unsere Stelle zusagte. Ein geiles Gefühl J. 7:11 – Sieben Punkte im Abifach für elf Monate im Togo.Die Fahrt ging also weiter: Absagen an anbeworbene Stellen schreiben, die Bewerbung für das Partnerprojekt ASTOVOT im Togo schreiben. Diesmal auf Französisch. Ich schrieb die Bewerbung neben meiner Facharbeit auf einem weiteren SCI Seminar, dem Neujahrsseminar, wo ich auch Silvester zubrachte. Relativ stressig ehrlich gesagt. Bewerbung angenommen – Impfungen geben (Hepatitis ABCDEFG...Wtf? und Tollwut olé), Spenderkreis aufbauen! Den letzten Teil haben die meisten von euch mitbekommen: Wir waren die mit dem hübschen Stand zwischen den zwei Musikzimmern. 452€ Beitrag von Schülern, Lehrern und Arbeitskreisen. Besonderen Dank an Frau Gegner, Herrn Haimerl, Frau Petersen und Herrn Schmidt, denn Sie wissen warum.Nächste Woche werden wir auf das letzte Vorbereitungsseminar in die Nähe von Erfurt fahren, wo wir alle unsere Mitfreiwilligen treffen. Ich freue mich schon darauf, vor allem natürlich auf unsere zehnköpfige Togomannschaft, die wir selbst nur zum Teil kennen. So langsam geht auch das mit dem Einkaufen los: Visum, Moskitozelt, hab ich grade nicht daheim rumstehen. Eins sag ich euch: man muss an Sachen denken, wenn man so ein Auslandsjahr vor sich hat... Abgefahren.Das letzte Wort trifft ganz gut, was jetzt bald kommt: am 2. September fliegen wir von Nürnberg nach Paris, von Paris nach Lomé. Dort angekommen werden wir... Keine Ahnung, lest es nach auf unserem Blog: www.DavidundPhilippinderWelt.wordpress.com Philipp Sieg
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